Der 2. Berufsbildungsweg : Kriterien für die Gestaltung von Berufsbildungsangeboten für nicht qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
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103670
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Lang, Peter
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Frankfurt/Main
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Abstract
Der Band analysiert die Beschäftigungschancen und Arbeitslosigkeitsrisiken von Un- und Angelernten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, beschreibt deren stark unterentwickeltes Weiterbildungsverhalten und geht den Gründen dafür nach. Gleichzeitig werden die auf diese heterogene Zielgruppe zugeschnittenen Weiterbildungsangebote, insbesondere die nach dem Arbeitsförderungsgesetz geförderten Massnahmen, einer kritischen Analyse unterzogen. Als Alternative setzt die Verfasserin den von ihr sogenannten "zweiten Berufsbildungsweg" zu einem Berufsbildungsabschluss in Analogie zum zweiten Bildungsweg, der zum Abitur führt. Anschliessend werden grundlegende pädagogische Kriterien formuliert, denen Bildungsangebote, welche Angehörige der Zielgruppe zu einem anerkannten Berufsbildungsabschluss führen sollen, genügen müssen. (BIBB2) Die Autorin richtet ihre Aufmerksamkeit auf eine "berufs- und weiterbildungspolitisch bisher arg vernachlässigte Majorität", d.h. auf diejenigen Arbeitskräfte, die als Ungelernte oder Angelernte, als Personen ohne (abgeschlossene) Berufsausbildung, als "nicht formal qualifizierte" Arbeitskräfte (NFQ) bezeichnet werden. Sie bilden eine besondere Problemgruppe auf dem Arbeitsmarkt und im Beschäftigungssystem. Die Autorin analysiert kritisch die Zielgruppen(un)tauglichkeit des bestehenden Angebots an Weiterbildungsmassnahmen für un- und angelernte Arbeitskräfte und versucht, zu beleuchten, "welche Kriterien bei der Gestaltung von beruflichen Bildungsangeboten für diese Gruppe zugrundegelegt werden können. Als Ergebnis dieser Überlegungen wurde der 2. Berufsbildungsweg entwickelt, der, in Analogie zum 2. Bildungsweg für den allgemeinbildenden Bereich, Erwachsenen die Gelegenheit geben soll, einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu erwerben." Die Kriterien für Planung und Konstruktion dieser Bildungsangebote werden aus einem Persönlichkeitsmodell von NFQ entwickelt, bei dem Sozialisationstheorien und als restriktiv wahrgenommene Arbeitsbedingungen der Zielgruppe berücksichtigt werden. (IAB2)