Ende oder Wandel der Beruflichkeit? : Beruf und Berufspädagoik im Wandel

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82023
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Die Veränderung individueller Erwerbsbiographien wie auch die permanente Umgestaltung der Arbeitswelt haben dazu geführt, das Konzept der Beruflichkeit als revisionsbedürftig oder gar obsolet zu betrachten. Damit, so eine weit verbreitete Ansicht, würde auch die Berufsbildung und die Berufs- und Wirtschaftspädagogik ihrer zentralen Kategorie verlustig gehen. Andere hingegen erblicken gerade in der Diskrepanz zwischen statischem Berufsbild und Dynamik des Erwerbslebens eine Chance. In dem Beitrag wird mit Blick auf die jüngere berufspädagogische Geschichte des Berufes dessen Wandlungsfähigkeit hervorgehoben. Beruflichkeit wird als pädagogische Kategorie bestimmt, die anschlussfähig ist für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Beruflichkeit in diesem Verständnis erlaubt, bildungspolitische, lernorganisatorische und didaktische Zielsetzungen zu verknüpfen. Das pädagogische Konzept des Berufes ist demnach lediglich in loser Koppelung zu den Entwicklungen in der Arbeitswelt zu sehen. Damit wird eine stringente Herleitung betrieblicher Qualifikations- und Kompetenzerfordernisse als Angelpunkt der beruflichen Bildung ausgeschlossen. Die bereichsübergreifende Universalisierung verschafft diesem Konzept Flexibilität und Stabilität. (BIBB2)

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