Individuelle Förderung in heterogenen Ausbildungsgruppen - zwischen Erfahrungswissen und wissenschaftlicher Reflexion

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Die Auszubildenden werden immer heterogener und unterscheiden sich stark in ihren individuellen Voraussetzungen, der schulischen Vorbildung, im sozialen und kulturellen Hintergrund bis hin zum Alter. Dies führt dazu, dass die individuelle Förderung in der Ausbildung schwieriger wird und die Anforderungen an das Ausbildungspersonal und die Organisatoren der Ausbildung steigen. Konzepte der individuellen Förderung von heterogenen Gruppen entstanden vor allem im Umfeld der Benachteiligtenförderung; ihr Transfer in eine reguläre Ausbildung könnte den Autoren zufolge höchst nutzbringend sein. Vor dem Hintergrund relativ stabiler Ausbildungsnachfrage der Unternehmen, abnehmender Jahrgangsstärken und stark steigender Studierquoten werden in neuerer Zeit Konzepte nachgefragt, die nicht mehr mit Berufsvorbereitungsmaßnahmen aller Art Niveauangleichungen der Schulabsolventen vor der Einmündung in eine Ausbildung zum Ziel haben, sondern die Förderung leistungsschwächerer bzw. weniger geeigneter Jugendlicher in die Ausbildung selbst verlagern. Die Politik hat dazu verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprogramme initiiert, wie das 2011 Modellversuchsprogramm "Heterogenität als Chance für die Fachkräftesicherung". Die Individualisierung der Ausbildung ist zum einen eine Antwort auf die zunehmende Heterogenität der Auszubildenden und zum anderen auch einem gewandelten Verständnis betrieblicher Ausbildung und von Ausbildungsqualität geschuldet. Der Beitrag führt in das Thema des Tagungsbandes ein. Intention der gemeinsamen Tagung von f-bb und BIBB war es, Konzepte vorzustellen und zu diskutierten, mit denen die Lern- und Integrationsprozesse in heterogenen Lerngruppen sowohl in Betrieben als auch in Berufsschulen besser gestaltet werden können. (BIBB-Doku)

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