Arbeitsmarkt Werbung : positive Aussichten
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Abstract
In Zeiten anhaltender Arbeitsplatzknappheit haben Schlagzeilen über eine boomende Werbebranche Signalwirkung. Beim neugierigen Interessenten können sie den Eindruck erwecken, die Werbebranche sei ein Wirtschaftszweig mit einer angeborenen Dynamik - ein Arbeitsfeld, das von den gesamtwirtschaftlichen Tendenzen der Rationalisierung und des Umbaus von Arbeitsplätzen verschont bliebe. Beim interessierten Berufseinsteiger drängt sich gelegentlich die Vorstellung auf, es gebe einen gewaltigen Arbeitsmarkt Werbung mit einem Nachwuchsproblem, hinter dem die Frage nach der Qualifikation der Bewerber verschwindet. Dass dies nicht zutrifft, versucht der Beitrag zu zeigen: -Der Arbeitsmarkt Werbung ist relativ klein. Dort sind gegenwärtig rund 180.000 Personen beschäftigt - in den Werbeagenturen, den Werbeabteilungen der Firmen sowie den werbetragenden Medien. Hinzu kommen noch einmal rund 180.000 Arbeitsplätze in Zulieferbetrieben, die unmittelbar von Aufträgen der Werbebranche abhängen. Insgesamt stellen die 360.000 Beschäftigten der Branche gerade 1 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland. -Der Zuwachs an Stellenanzeigen ist nicht gleichbedeutend mit einem Mehr an Arbeitsplätzen in der Branche. Häufiger Arbeitsplatzwechsel, vor allem in den kreativen Tätigkeitsbereichen Grafik und Text, forcieren die Menge der abgegebenen Stellenofferten. -Die Anforderungen an Werbefachkräfte liegen so hoch wie nie zuvor. Die meisten "Steckbriefe" für Positionen im Arbeitsfeld Werbung zielen auf Hochspezialisierte und Mehrfachqualifizierte mit Allrounder-Talent. Hinzu kommen die so genannten "weichen" sozialen und persönlichkeitsbezogenen Faktoren, die von den Arbeitgebern vorausgesetzt werden: Teamfähigkeit, selbständiges Arbeiten, Durchsetzungsvermögen, Flexibilität. (IAB2)