Junge Menschen ohne (Berufs-)Ausbildung : Ausmaß und Problemskizze anhand unterschiedlicher Sozialindikatoren
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169303
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Abstract
Der Strukturwandel in Richtung einer "Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft" führt zu einem kontinuierlichen Bedeutungsverlust produktionsorientierter und niedrigqualifizierter Tätigkeiten. Dies erhöht insbesondere den Druck auf junge Menschen, auf die ständig steigenden Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen schnell zu reagieren und sich anzupassen. Für Jugendliche mit geringer Bildung bzw. unzureichender Qualifikation ist die Gefahr des sozialen Ausschlusses bzw. sozialer Unsicherheit und Verarmung stark erhöht. In dem vorliegenden Beitrag wird anhand der Auswertung des Mikrozensus 2008 bis 2010 das Ausmaß der von Desintegration gefährdeten Jugendlichen ohne (Berufs-)Ausbildung in Oberösterreich bzw. in Österreich anhand unterschiedlicher Indikatoren analysiert und beschrieben. Dabei wurde auf drei international und national eingesetzte Indikatoren der Integration von Jugendlichen im Bildungs- und Beschäftigungssystem zurückgegriffen: (1) frühe Schulabgänger/innen ("Early School Leavers"); (2) Jugendliche bzw. Jungerwachsene mit geringer Bildung; (3) Jugendliche weder in (Aus-)Bildung, Beschäftigung noch Training ("NEET - Not in Education, Employment and Training"). Die drei Indikatoren werden im Hinblick auf den Grad der Desintegration, den sie erfassen, analysiert, die Anzahl der betroffenen Jugendlichen und ihre sozialstrukturelle Zusammensetzung geschätzt, das methodische Vorgehen behandelt und abschließend auf der Grundlage der Ergebnisse Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen entwickelt." (Textauszug, BIBB-Doku)