Mehr Markt oder mehr Staat oder beides in der Weiterbildung? : eine rechtsökonomische Analyse
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Abstract
Unter dem Stichwort lebenslanges Lernen wird seit 1995/96 in Deutschland eine Diskussion über die Neugestaltung der Bereitstellung und Finanzierung der Weiterbildung geführt. Im Fokus steht, ob die bisherige Balance zwischen institutioneller Förderung durch den Staat und privater Zuzahlung durch die Weiterbildungsteilnehmer zugunsten einer echten Marktlösung oder einer "Subjektförderung" der Teilnehmer durch den Staat verändert werden sollte. Im Beitrag wird der potenzielle Nutzen marktförmiger Modelle in Bezug auf den Sektor berufliche Weiterbildung untersucht, in dem es traditionell ein Nebeneinander von öffentlichen und privaten Angeboten gibt. Es geht um die Frage, ob die stärkere Konzentration auf Subjektförderung Schwächen im System der Weiterbildung abzubauen hilft. Der Autor stellt die derzeit in Deutschland diskutierten Modelle der Subjektförderung (Gutscheine, Lernzeitkonten und Fonds) und die institutionelle Förderung vor und diskutiert ihre Vorzüge und Schwächen. Nach seiner Analyse sind reine Marktlösungen für die Weiterbildung aufgrund ihrer zahlreichen unerwünschten Nebeneffekte abzulehnen, jedoch sei es für die erforderliche Expansion der Weiterbildung in einem Konzept des lebenslangen Lernens notwendig, an stärker verzahnten Modellen von öffentlicher und privater Finanzierung zu arbeiten. (BIBB2)