A learning for jobs review of Austria 2010
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147703
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Paris
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Abstract
Die Studie zur Berufsbildung in Österreich ist Teil der OECD-Studie zur Berufsbildungspolitik "Learning for Jobs", die aus Analysen und individuellen Länderstudien besteht. Sie soll den Ländern als Hilfsmittel zur Anpassung ihrer Berufsbildungssysteme an die Anforderungen des Arbeitsmarktes dienen. Die Studie beinhaltet die für das österreichische Berufsbildungssystem wichtigsten Stärken, Herausforderungen und Empfehlungen. Die Stärken Österreichs sind demnach ein gut ausgebautes System zur beruflichen Bildung, eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit und ein vergleichsweise leichter Einstieg ins Erwerbsleben. Allerdings könnte über eine stärkere Betonung grundlegender Fähigkeiten eine solidere Basis für lebenslanges Lernen und damit für längere Erwerbszeiten gelegt werden. Mit einer besseren Berufsberatung könnte der Anteil der Abbrecher und Ausbildungswechsler reduziert werden. Zudem sollte das 9. Schuljahr als Vorbereitungsjahr für die Berufsbildung reformiert werden. In kaum einem anderen OECD-Land hat die beruflich ausgerichtete Ausbildung in der Sekundarstufe eine so große Bedeutung wie in Österreich. Rund 70 Prozent der 14- bis 18-Jährigen besuchen eine beruflich ausgerichtete schulische Einrichtung. Im OECD-Mittel sind es dagegen nur rund 45 Prozent. Für den Einstieg in den Arbeitsmarkt scheint diese frühe berufliche Orientierung der Ausbildung eine gute Grundlage zu legen. So liegt die Arbeitslosenquote unter den 20 bis 24-Jährigen in Österreich deutlich unter dem OECD-Schnitt. Auch die Erwerbsquote von jungen Erwachsenen liegt deutlich höher als in anderen OECD-Ländern. Jedoch birgt die starke Ausrichtung der Ausbildung an einzelnen Berufsbildern auch die Gefahr einer zu engen Spezialisierung." (Herausgeber; BIBB-Doku)