School or Work? The Choice May Change Your Personality

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Abstract

"According to the social-investment principle, entering new environments is associated with new social roles that influence people's behaviors. In this study, we examined whether young adults' personality development is differentially related to their choice of either an academic or a vocational pathway (i.e., entering an academic-track school or beginning vocational training). The personality constructs of interest were Big Five personality traits and vocational-interest orientations. We used a longitudinal study design and propensity-score matching to create comparable groups before they entered one of the pathways and then tested the differences between these groups 6 years later. We expected the vocational pathway to reinforce more mature behavior and curtail investigative interest. Results indicated that choosing the vocational compared with the academic pathway was associated with higher conscientiousness and less interest in investigative, social, and enterprising activities." (authors' abstract; BIBB-Doku)
"Ob Jugendliche nach dem Besuch der zehnten Klasse weiterhin die Schulbank drücken oder sich für eine Ausbildung und damit den Eintritt in das Berufsleben entscheiden, wirkt sich auf ihre Persönlichkeit, aus. Einer Studie der Universität Tübingen zufolge verhält es sich so, dass Jugendliche, die sich für das Arbeitsleben entschieden hatten, zwar gewissenhafter wurden, ihr Interesse an forschenden, unternehmerischen und sozialen Tätigkeiten jedoch abnahm, verglichen mit Gleichaltrigen, die bis zum Abitur die Schule besuchten. Jugendliche wurden zunächst zum Zeitpunkt der Entscheidung für eine weiterführende Schule oder berufliche Ausbildung und dann sechs Jahre später befragt. Knapp 2.100 Schülerinnen und Schüler aus 46 Realschulen und Gymnasien nahmen zum ersten Zeitpunkt an der Umfrage teil, bei der zweiten Befragung nach sechs Jahren waren es noch 508 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 224 von ihnen entschieden sich dafür, die Schule bis zum Abitur zu besuchen, 284 für eine berufliche Ausbildung. Es zeigte sich zum einen, dass die Entscheidung für Schule oder Beruf abhängig war von der Schulleistung, dem schulischen Selbstkonzept und dem familiären Hintergrund. Hatten die Eltern selbst einen niedrigeren Bildungsabschluss, waren die Schulleistungen schlechter und war das Vertrauen in die eigenen schulischen Fähigkeiten geringer, wurde eher der berufliche Weg eingeschlagen. Zum anderen zeigte sich, dass die beiden verschiedenen Lebenswege einen substanziellen Einfluss auf die Persönlichkeit hatten. Die Jugendlichen, die sich für den Eintritt in das Berufsleben entschieden hatten, wurden gewissenhafter: Die sogenannten Sekundärtugenden wie Fleiß und Disziplin wurden ausgeprägter als bei denjenigen, die weiterhin zur Schule gingen." (Textauszug; BIBB-Doku)

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