Der Dienstleistungssektor in der technisch-ökonomischen Bildung. Woran kann man eine Technikdidaktik messen?
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Abstract
Der Autor reagiert auf einen Artikel von Bernd Meier in Heft 12/ 1996 der Zeitschrift. Hier kritisiert er zunächst die plakative Anwendung des Begriffes Dienstleistungsgesellschaft. Der Autor stimmt Meier zu, dass dieser Bereich eine angemessene Berücksichtigung in der technisch-ökonomischen Bildung finden muss. Er kritisiert aber die Isolierung des Sektors Dienstleistung, dessen Berücksichtigung Meier in den drei Konzepten des fachspezifischen, mehrperspektivischen und gesellschafts- bzw. arbeitsorientierten Technikunterrichts ermitteln will. Meier befragt die Konzepte nach der Möglichkeit, Probleme der Berufsarbeit und ihres Wandels aufzugreifen. Dieses Problem steht aber nach Ansicht des Autors nur beim letztgenannten Konzept im Vordergrund. Hier wird kritisiert, dass Meier durch seine wirtschaftswissenschaftliche Betrachtungsweise den anderen Technikdidaktik-Konzepten Mängel in dieser Richtung vorwirft. Anschliessend wird untersucht, wie eine angemessene Berücksichtigung des Arbeits-/Berufsbereiches im mehrperspektivischen Technikunterricht erreicht werden kann. In der Auffassung von Technik als menschliche Praxis ergibt sich die Verzahnung mit der Arbeit, die aber nicht der Technik übergeordnet werden darf, wie es in der integrierten Arbeitslehre geschieht. Arbeit soll in ihren technischen Zusammenhängen gesehen werden. Der Technikunterricht müsste die Gebrauchsdimensionen der Technik eingehender erschliessen. Zum Schluss bringt der Autor Bedenken gegen den Plan Meiers für ein einheitliches technikdidaktisches Konzept vor. Die verschiedenen Ansätze sind Ausdruck diffenzierender pädagogischer Grundauffassungen, die nicht ohne weiteres zusammenzufassen sind. (BIL/Ki).