Individuelle Rehabilitationspläne in der beruflichen Rehabilitation von psychisch behinderten Jugendlichen
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110290
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Abstract
"Bei vielen Jugendlichen ist der Anspruch auf ein umweltschonendes und gesellschaftlich sinnvolles Betätigungsfeld stark ausgeprägt und entspricht ihren Wertvorstellungen. Berufliche Rehabilitation sollte sich daran orientierten und diese Motivationspotentiale aufgreifen. Je genauer die bisherigen beruflichen Erfahrungen, die Motivationen, die Einstellung zur Arbeit und die subjektiven Schwierigkeiten bei der Bewältigung von berufsbezogenen Anforderungen bekannt sind, desto detaillierter kann die Planung der beruflichen Rehabilitation erfolgen. Ein Konzept, das sich an arbeitspsychologischen Erkenntnissen orientiert und die individuellen Rehabilitationspläne und eine entwicklungsbegleitende Beratung in den Mittelpunkt stellt, erhöht diese Chancen. Die Auswertung von 52 beruflichen Einzelförderungen für psychisch kranke Jugendliche und junge Erwachsene in Berlin- Kreuzberg ergibt eine angemessene Vermittlungsquote von 67%. Die einzelnen Entwicklungsverläufe zeigen, dass über sorgfältige Eingangsdiagnosen, individuelle Rehabilitationspläne, entwicklungsbegleitende Beratung, gezielte Lernförderung, Betriebspraktika und stabilisierende Nachbetreuungen befriedigende Langzeiterfolge erreichbar sind." (Autorenreferat)