Berufliche Bildung und benachteiligte Jugendliche in den Vereinigten Staaten
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Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach, ob bildungsmässig benachteiligten Jugendlichen in den USA, die kaum Aussicht auf feste Beschäftigungsverhältnisse haben, in den letzten Schuljahren der Sekundarstufe die Möglichkeit einer berufsbezogenen Ausbildung geboten werden sollte. Die dazu herangezogenen Forschungsergebnisse zeigen, dass berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten von entscheidender Bedeutung für die Produktivität und den Erfolg beruflicher Tätigkeit sind. Arbeitsplatz-, berufs- und berufsgruppenspezifische soziale (wie Arbeitsgewohnheiten, zwischenmenschliche Fähigkeiten) sowie kognitive Fähigkeiten sind bei der Einstellung von Personal ausschlaggebend. Die zunehmende Fluktuation der Beschäftigungsverhältnisse und das schnelle Veralten beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten haben den Nutzen von schulischer Berufsbildung nicht vermindert, sondern erhöht und bewirken eine Zunahme des Bedarfs an beruflicher Bildung insgesamt. Die Arbeitgeber sind aufgrund der hohen Fluktuation immer weniger gewillt, Arbeitskräfte ohne Berufserfahrung einzustellen und auszubilden, so dass schulische Berufsbildungsprogramme notwendiger sind als jemals zuvor. (BIBB2)