Curriculare Integration arbeitsorientierter Bildung : Beispiel Kerncurriculum Beruf-Haushalt-Technik-Wirtschaft ; Perspektive LehrerInnenbildung
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Abstract
"Alle Jugendlichen haben einen Anspruch, durch das formale Bildungssystem in der Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit in den Kontexten der durch Arbeit bestimmten Lebenssituationen unterstützt zu werden. Es sollten ihnen Chancen eröffnet werden, Fähigkeiten zu erwerben, die sie in die Lage versetzen, sich an der gesellschaftlichen Gestaltung der Zukunft von Arbeit in ihren verschiedenen Formen (Erwerbsarbeit, Eigenarbeit, Haushaltsarbeit) selbstbestimmt zu beteiligen. Mit der Diskussion um Bildungsstandards wurde deutlich, dass es sich angesichts des gegenwärtigen gravierenden Wandels von Arbeit dabei um zu erwerbende Kompetenzen handeln muss, die zukunftsfähig sind und die sich zugleich auf anschlussfähiges Wissen beziehen. Aktuelle curriculare Organisationen für Schule und Unterricht müssen dies berücksichtigen. Mit einer Reform einer zukunftsfähigen arbeitsorientierten Allgemeinbildung erscheint eine neue Verständigung über unverzichtbare Kompetenzen (Kompetenzmodelle) und Kerninhalte unabdingbar. Aus den bisherigen Diskussionen wird deutlich, dass weder partikularisierende curriculare Konzepte (z.B. fachbezogener ökonomischer und/oder technischer Bildungen), noch curriculare Querschnittkonzeptionen (z.B. Berufsorientierungsunterricht) diese Ansprüche einer anschlussfähigen Bildungskonzeption zu gewährleisten vermögen. In dem in einem interdisziplinären Dialog entwickelten Kerncurriculum Kecu BHTW (2006) werden (als Referenzcurriculum für mögliche länderspezifische und/oder regionale Entwicklungen) ein komplexes Kompetenzmodell entfaltet und lernbereichsbezogene unverzichtbare Kerninhalte identifiziert und beschrieben. Mit den zugleich dargestellten Kernmerkmalen ergeben sich auch Markierungen für die Reform der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern jenseits einer partikularisierenden Fachausbildung: Vorgestellt wird der sich in der Evaluation befindliche konsekutive Bachelor-, Master-Studiengang "Arbeitsorientierte Bildung" (akkreditiert 2006-2011) / "Wirtschaft, Arbeit, Technik" (2007) der Universität Bremen, entwickelt am Institut für arbeitsorientierte Allgemeinbildung (IAAB)."