Globalization, Uncertainty and Changes in Early Life Courses
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Abstract
In einer in 14 Ländern (Kanada, USA, Grossbritannien, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Norwegen, Schweden, Italien, Spanien, Mexiko, Irland, Estland, Ungarn) durchgeführten empirischen Studie untersuchen die Autoren den Einfluss der infolge Globalisierung zunehmenden Verunsicherung von Jugendlichen beim Übergang ins Erwachsenenalter. Die Studie liefert insbesondere Belege dafür, dass vor allem Jugendliche und junge Erwachsene den Veränderungen durch den Globalisierungsprozess ausgesetzt sind. Unsicherheiten werden vor allem auf sie abgewälzt und Flexibilisierungsbestrebungen gehen zu ihren Lasten. Die Verunsicherungen sind regional verschieden ausgeprägt. In den untersuchten Ländern bestehen unterschiedliche institutionelle Möglichkeiten, diese Unsicherheiten zu filtern und zu kanalisieren. Der Beitrag entwickelt eine Mehrebenen-Theorie für diese Prozesse und fasst die ersten empirischen Ergebnisse des GLOBALIFE-Projekts zusammen. Die Gruppen benachteiligter Jugendlicher sind dabei den Risiken stärker ausgesetzt als andere. Wachsende Unsicherheiten in den Beschäftigungsverhältnissen wirken sich indirekt auch auf die Familienbildung aus. Junge Leute mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen schieben die Familienbildung auf, wählen in stärkerem Masse nicht-eheliche flexible Partnerschaften und verzichten häufiger auf Kinder. In diesem Zusammenhang zeigen sich auch deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede, vor allem in den Ländern mit eher traditionalem Familiensystem. (BIBB2)