Die Tertiärisierung der Industrie
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123231
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Signum-Verlag
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Wien
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Abstract
"Die Schlagworte der "Deindustrialisierung" und der "Tendenz zur Dienstleistungsgesellschaft" haben ein tieferes Verständnis des Strukturwandels in der Industrie und im Dienstleistungssektor eher erschwert. Tatsächlich entwickeln sich zwei Prozesse: Zum einen entmaterialisiert sich die Produktion zunehmend, die Industrie reichert sich intern mit Dienstleistungsaktivitäten an. Zum anderen findet zwischen sekundärem und tertiärem Sektor eine neue Arbeitsteilung statt, bei welcher produktionsbezogene Dienstleistungsbetriebe dem produzierenden Gewerbe zuarbeiten. Kurz, die Industrie "tertiärisiert" sich, es entsteht ein neuer "servoindustrieller Sektor". In dem Sammelband wird versucht, für Österreich einige Beispiele zum Tertiärisierungsphänomen zusammenzustellen. Der Einleitungsartikel stellt die Durchdringung von Industrie und Dienstleistungen (ein "servoindustrieller Sektor"?) allgemein konzeptuell und sodann vor dem österreichischen Gesamthintergrund dar. Der folgende Beitrag wertet alle verfügbaren Statistiken über die "monetäre Seite" der Tertiärisierung aus. Das sich anschliessenden Kapitel stellt das Pendant aus der Perspektive der Beschäftigungsziffern bei. In welchem Ausmass tertiäre Funktionen in technische Produktionsprozesse eindringen, wird in einem weiteren Abschnitt dargestellt. Daran schliesst sich ein Beitrag an, der einige Zukunftstendenzen mittels Beschäftigungsprojektionen auszuleuchten versucht. Schliesslich wird aus internationaler Sicht eine Abrundung über die grundsätzlichen Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft geleistet. (IAB2)