Ethnische Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt
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130784
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Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit den Folgen der Migration und der daraus resultierenden ethnischen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Diese Gruppe hat besonders geringe Chancen, sich auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu platzieren. Dies resultiert unter anderem aus den schlechten Bildungschancen von Migrantengruppen vor dem Arbeitsmarkteintritt und verweist somit auf die enge Verzahnung zwischen Bildung und Beschäftigung. Im Beitrag wird zunächst auf die wesentlichen Argumente und Mechanismen zur Erklärung von Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt eingegangen und dann auf Ergebnisse der empirischen Arbeitsmarktforschung, d.h. auf die Frage, wie die Relevanz einzelner Erklärungsansätze und Mechanismen einzuschätzen ist. Die Befunde lassen den Schluss zu, dass das Problem der ethnischen Bildungsungleichheit in Deutschland sich empirisch vor allem als Spezialfall einer durch die soziale Herkunft bedingten Bildungsungleichheit darstellt und dass darüber hinausgehende spezifische ethnische Benachteiligungen vorwiegend mit noch vorhandenen Sprachproblemen (und hier vorwiegend im Elternhaus) verbunden zu sein scheinen. Offene Fragen und mögliche Perspektiven für die weitere Forschung werden abschließend diskutiert. (BIBB-Doku)