Die entwicklungspsychologischen Grundlagen der Ausbildungsreife
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Abstract
Ausbildungsreife ist zu einer entscheidenden Hürde für die Eingliederung Jugendlicher in das deutsche Ausbildungs- und Berufssystem geworden. Nicht ausbildungsreife Schulabgänger werden in berufsvorbereitende Maßnahmen eingegliedert, in denen sie zur Ausbildungsreife geführt werden sollen. Der streitbare Begriff "Ausbildungsreife" fungiert somit zugleich als fragwürdiges Selektionskriterium und als pädagogische Zielstellung. Zudem ist Ausbildungsreife ein Konstrukt, das häufig auf Schulleistungen und Arbeitstugenden reduziert wird. Die konkreten und teilweise sehr kontrovers diskutierten Ansätze werden von den Autoren unter dem Thema der entwicklungspsychologischen Grundlagen der Ausbildungsreife aufgenommen und weitergeführt. Kritisiert wird der sog. Ausbildungsreife-Katalog des Nationalen Pakts, der als Ergebnis eines reinen Brainstormingprozesses dargestellt wird. Kritisch sei zu beurteilen, dass Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Faktoren des Katalogs ebenso wenig berücksichtigt wurden wie die Befundes der bisherigen Forschungen. Im Konzept der Autoren wird dagegen auf Berufswahlkompetenz fokussiert. (Hrsg., BIBB-Doku)