Dualisierung des Bildungssystems : vollzogene und anvisierte Einschränkungen des Staatsmonopols
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Berlin
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Abstract
"Die Überlegungen zur Dualisierung eines Teils des Bildungssystems im Anschluss an die Pflichtschule, die notwendigerweise zu einer Reduzierung des Staatsmonopols und zur Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen in der Bildungsplanung und bei bildungspolitischen Entscheidungen führen, entspringen langjährigen, enttäuschenden Erfahrungen, im staatlichen Bildungs- und Beschäftigungssystem die Gleichwertigkeit beruflicher und allgemeiner Bildung herzustellen. Neben die früher vorwiegend verfolgte Strategie, die Durchlässigkeit vom beruflichen ins allgemeine Bildungswesen zu erhöhen, tritt das Konzept eines eigenständigen dualisierten Bildungssystems, das durch Praxisnähe, seine Motivationskomponenten, seine Zeit- und Kostenökonomie überzeugt und - zumindest im Bereich der akademischen Berufsausbildung - für viele junge Menschen überzeugendere Lösungen als das derzeitige Hochschulstudium anbietet. Die Überlegungen zur Dualisierung des Bildungssystems orientieren sich an folgenden Thesen: 1. Die Dualität von Lernen und Arbeiten ist für berufliche Aus- und Weiterbildung die optimale Organisationsform, 2. Die Rahmenbedingungen des dualen Systems der Berufsausbildung lassen sich auf andere Teilbereiche des Bildungssystems übertragen, 3. Die Dualisierung schafft ein transparentes und profiliertes berufliches Weiterbildungssystem, 4. Ohne duale Studiengänge bleibt das dualisierte Bildungssystem ein Torso, 5. Die Dualisierung des Bildungssystems hat einen positiven Effekt auf die Kosten- und Zeitökonomie des gesamten Bildungssystems." (Autorenreferat)