Was uns vorzeitig "alt aussehen" lässt : Arbeits- und Laufbahngestaltung - Voraussetzung für eine länger andauernde Erwerbstätigkeit

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Abstract

Der Autor wendet sich gegen die weitverbreitete Praxis, Menschen bereits mit 55 Jahren aus dem Arbeitsprozess auszugliedern. Unternehmen gäben dieser Strategie den Vorrang vor positiven Strategien der Arbeitsplatzgestaltung und einer betrieblichen sowie überbetrieblichen Laufbahnpolitik, weil das Sozialversicherungssystem es ihnen erleichtere, sich von älteren Beschäftigten mehr oder weniger einvernehmlich zu trennen. Im Beitrag wird gezeigt, dass die Art der Tätigkeit und insbesondere der Erwerbsverlauf, der zu dieser führte, viel relevanter sind für die Leistungsfähigkeit. Der Erwerbsverlauf ermöglicht oder versperrt neue Kombinationen von Tätigkeiten. Die Ungleichheit der Chancen, länger produktiv zu sein, hat daher weniger mit ungleicher biologischer Ausstattung zu tun. Sie scheint vielmehr reproduziert zu werden durch den Zuschnitt von Tätigkeiten, die sich als qualifikatorische und gesundheitliche Sackgassen erweisen. (BIBB2)

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