Ist Verlagerung gleich Verlust? : wechselseitige Neuausrichtung von Kompetenzen an global verteilten Automobilentwicklungsstandorten
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129801
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Abstract
Die Verlagerung von Arbeitsplätzen, die heutzutage nicht mehr nur die Fertigung, sondern auch IT-Service, Finanzdienstleistungen und auch Entwicklungsaufgaben betrifft, wird in diesem Artikel nicht nur als Bedrohung für heimische Arbeitsplätze gesehen, sondern viel mehr als Herausforderung, neue Kompetenzen zu entwickeln, um Entwicklungsaktivitäten an weltweit verteilten Standorten effektiv durchzuführen und abzustimmen. Eine Gesamtbetrachtung der Verlagerung in Billiglohnländer, in "emerging economies" zeigt, dass das Interesse der global agierenden Unternehmen an weltweitem Wachstum auch viele einheimische Arbeitsplätze erhalten und auch neue geschaffen hat. Gefordert ist bei den einheimischen Kräften, die international zusammenarbeiten, eine hohe internationale Team- und Kommunikationsfähigkeit und kulturelle Flexibilität, Kompetenz, mit potenziellen Gegebenheiten und Entwicklungen auch an entfernten Standorten umzugehen. Beispiele aus der Automobilindustrie in Rumänien und China zeigen, dass die gut ausgebildeten Fachkräfte im Land aber noch nicht genügend für selbstständiges Arbeiten geschult sind, weshalb in Rumänien ein zusätzlicher Ausbildungsgang nach dem Muster des deutschen dualen Systems eingeführt wurde. Es finden viele wechselseitige Lernprozesse zwischen deutschen und ausländischen Arbeitnehmern statt. Lokale Kompetenzen werden dabei im globalen Kontext wechselseitig neu ausgerichtet und angepasst (BIBB).