Prävention von Schulmüdigkeit und Reintegration von Schulverweigerern
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Abstract
Das Thema Schulverweigerung erfährt zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit. Schätzungen gehen davon aus, dass täglich bundesweit etwa 10 Prozent der Schüler vom Unterricht fernbleiben. Ob die Zahl angewachsen ist, bleibt offen, denn es fehlen Vergleichsuntersuchungen. Es gibt bundesweit kein repräsentatives oder vollständiges Datenmaterial über Schulversäumnisse schulpflichtiger Schüler, welches die systematische Erfassung, Auswertung und vor allem Vergleichbarkeit der Daten ermöglicht. Ausgehend von einer begrifflichen Klärung erörtert der Beitrag Problemlagen und Risikofaktoren für Schulverweigerung (Familiäre Konstellationen, Gleichaltrige, Persönlichkeitsmerkmale, Bildungssystem) und stellt ausserschulische Förderangebote freier Träger dar, die schulfernen Jugendlichen eine Rückkehr zum schulischen und beruflichen Lernen und eine soziale Integration ermöglichen. Die Autoren ziehen das Fazit, dass Schule ein neues Aufgabenverständnis entwickeln und nach Wegen suchen müsse, soziale Benachteiligungen und Schulabkehr abzubauen und Schulabsentismus als pädagogisches und nicht ausschließlich als juristisches Problem zu verstehen. (BIBB)