Berufliche Kompetenz als Maßgabe für einen europäischen Bildungsraum - Anmerkungen zu einem europäischen Qualifikationsrahmen
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131243
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Abstract
Von besonderer Bedeutung für die Schaffung eines europäischen Berufsbildungsraumes ist der europäische Qualifikationsrahmen (EQF). Dieser unterscheidet acht Qualifikationsniveaus, die durch Qualifikationsdeskriptoren näher bestimmt werden. Im Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob sich mit den Deskriptoren die Lernergebnisse und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Niveaus beschreiben lassen. Fazit der Autoren ist, dass sich mit dem linearen Stufenkonzept des EQF die Wirklichkeit beruflicher Karrierewege prinzipiell nicht abbilden lasse. Vergleichbar seien allenfalls verwandte Studiengänge oder die duale Berufsausbildung in verwandten Berufen und Berufsfeldern. Der dem EQF zugrunde liegende Kompetenzbegriff sowie seine Ausdifferenzierung verfehle die Wirklichkeit der Beschreibung beruflicher Kompetenzen und der Ergebnisse beruflicher Kompetenzentwicklung. An die Stelle eines EQF sollte ein Diskurs über die Gestalt beruflicher Bildung unter Einschluss von Berufsbildungsforschung, -praxis und -politik stattfinden. (BIBB-Doku)