Ausländerfeindlichkeit bei Auszubildenden : ein Handlungsfeld für Berufsschullehrer?
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92108
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Abstract
Befragungsstudien zufolge sind fremdenfeindliche Einstellungen unter Jugendlichen in der beruflichen Erstausbildung weit stärker verbreitet als unter Schülern der gymnasialen Oberstufe. Unabhängig von der Feststellung, dass diese Unterschiede auf die Verschiedenheit der Lebenswelten zurückzuführen sind, ergibt sich die Frage, ob angesichts dieser Befunde nicht auch die Berufsschulen zum Handeln aufgefordert sind. Die Verfasser liefern genügend Argumente dafür, dass Ausländerfeindlichkeit bei Jugendlichen im Zusammenhang mit dem Integrationsprozess in die Arbeitswelt, der heute viel schwieriger und unsicherer ist, gesehen werden muss. Anhand einer parallelen Befragung von Berufsschülern und ihren Lehrern zeigen die Verfasser, dass die Lehrer trotz des relativ geringen persönlichen Kontakts nicht nur die Einstellungen ihrer Schüler in der Tendenz richtig einschätzen, sondern dass sie auch in der Lage sind, die Lebenswelt ihrer Schüler zutreffend zu beschreiben. Damit ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt, um problematische Einstellungsmuster in einer Lerngruppe nicht nur zu erkennen, sondern auch auf sie zu reagieren. (BIBB2)