Unterschiede in Studienergebnissen und im Berufsstarterfolg bei Fachhochschul- und Universitätsabsolventen
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108430
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Nürnberg
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Abstract
"Ziel und Inhalt des Aufsatzes ist es, ein differenzierteres Muster von hochschultypbedingten Unterschieden in den Studienergebnissen und dem Berufsstarterfolg von Absolventen auf der Grundlage einer empirischen Überprüfung einer Reihe von Merkmalen darzustellen. Anlass dazu ist die inzwischen durch die bevorstehende Binnenmarktöffnung der EG neu entfachte Debatte um den Stellenwert von Abschlüssen an deutschen Fachhochschulen. Die bisherige Rechtfertigung der traditionellen 'Zweiteilung' des deutschen Hochschulwesens mit den Formeln von 'Andersartigkeit, aber Gleichwertigkeit' bzw. 'Praxisorientierung versus Theorieorientierung' war dabei zu global und bedarf der Ausdifferenzierung. Grundlage der Analyse bilden Daten der Kasseler Hochschulabsolventenverlaufstudie, bei der der Berufseintritt von Hochschulabsolventen in mehreren Phasen (Studienabschluss: zwei bzw. fünf Jahre danach) für die Fachrichtungen Maschinenbau, Wirtschaftswissenschaften und Sozialarbeit-/pädagogik an 21 Hochschulen, Universitäten, Fachhochschulen, Gesamthochschulen untersucht wurde." "In den Ergebnissen zeigt sich, dass: - es bereits beim Eintritt in das Hochschulwesen eine typische Klientel für beide Hochschularten gibt (differente Bildungshintergründe; andere Fach- und Berufsmotive). Die Fachhochschulklientel hat geringere Voraussetzungen an 'kulturellem Kapital' im Bourdieuschen Sinn; - sich die Fachhochschulabsolventen durch längere Suchdauern und grössere Intensität der Berufssuche auszeichnen; - Universitätsabsolventen im Durchschnitt mehr verdienen, etwas häufiger ihre Qualifikationen einsetzen können und allgemein zufriedener mit dem Beruf sind als Fachhochschulabsolventen. Die Attraktivitätszunahme der Fachhochschulen muss daher auf anderen Gründen beruhen als auf den häufig behaupteten Vorteilen auf dem Arbeitsmarkt für Absolventen." (IAB2)