Zu Praxisproblemen der Soziologen in der DDR
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114861
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Abstract
Im ersten Teil des Beitrags werden die Ergebnisse einer schriftlichen Befragung von 52 Soziologen zu ihrer Arbeitssituation referiert. Zum Befragungszeitpunkt beschäftigte sich danach ein Drittel der Befragten mit medizinsoziologischen Fragestellungen (Medizinalstatistik, Arzt-Patient-Verhältnis), ein Drittel befindet sich in der medizinischen und sozialen Versorgung (Therapie, Betreuung, Rehabilitation) und ein weiteres Drittel der Probanden ist zur Hälfte in der Verwaltung (Leiter) beschäftigt oder untersucht arbeitssoziologische Themen (z.B. Arbeitskräfteeinsatz). Aus der Tatsache, dass die Soziologie künftig nicht mehr ideologisch bevormundet und durch aufwendige Genehmigungsverfahren sowie durch Behinderungen beim Zugang zu Daten und der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen beeinträchtigt wird, eröffnen sich nach Meinung der Verfasser grosse Chancen, die fachliche Kompetenz in die komplizierten Prozesse der Einordnung der DDR in demokratische und marktwirtschaftliche Verhältnisse einzubringen. In diesem Zusammenhang sind eine Fülle von Aufgaben- und Fragestellungen erkennbar. Beispielhaft werden die Neuorganisation wirtschaftlicher Strukturen und Struktureinheiten, die Entfaltung der demokratischen Selbstverwaltung und die mit diesen Veränderungen einhergehenden Verschiebungen der Bedürfnisstrukturen und Wertorientierungen genannt. (IAB2)