Unterricht für Ungelernte 1869-1969

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Abstract

"Ausgehend von der Frage, ob männliche ungelernte Jugendliche analog zu ihrer Situation auf dem Arbeitsmarkt auch im beruflichen Schulwesen einem Reservemechanismus unterworfen sind, werden formale Kriterien von Schule und Unterricht untersucht. Der thematisierte Zeitraum entspricht der Phase der klassischen Teilzeitberufsschule im Dualen Ausbildungssystem. In der berufspädagogischen Diskussion ist besonders auf die Kluft zwischen Programmatik, Ansprüchen, Zielen, Postulaten und Rechtsnormen und schulpraktischer Realität hinzuweisen. So gelang es in den ersten fünfzig Jahren nur punktuell, auch diese Jugendlichen in Fortbildungsschulen zu zwingen und in den weiteren fünfzig Jahren übten sich die Ungelernten im Unterlaufen des Schulbesuches. Die Grössenordnung des Problems kehrte sich formal betrachtet in dem Zeitraum um: Aus dem Regelfall des Ungelerntseins wurde ein Randgruppenproblem. Allerdings ist gerade mit Blick auf die heutigen Vollzeitformen in der Grauzone zwischen Rehabilitation und anerkannter Ausbildung von der realen Reservefunktion dieser Gruppe im Berufsbildungssystem auszugehen, somit sind die potentiellen Ungelernten in Massnahmekarrieren und Lehrberufen zu thematisieren." (Autorenreferat)

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