Duale Berufsausbildung in den USA : das Scheitern einer Institution und seine Folgen

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Weinheim

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Der Beitrag geht der Frage nach, weshalb verschiedene Versuche in der Geschichte der USA, ein dem deutschen Berufsbildungssystem vergleichbares Ausbildungssystem einzuführen, immer wieder scheiterten. Nach einem kurzen historischen Abriss der beruflichen Bildung in den USA wird anhand institutioneller Hindernisse und Blockaden gezeigt, dass eine direkte Übertragung der deutschen dualen Berufsausbildung nicht möglich erscheint. Sie finden sich sowohl in der Funktionsweise des Jugendarbeitsmarktes als auch in der Organisation der Arbeitgeber und Gewerkschaften und dem Verhältnis der Bundesregierung zu den Einzelstaaten. Abschliessend werden beispielhaft einige Projekte und Programme beruflicher Bildung aufgezeigt, die die Chancen der USA im Bereich der berufsorientierten Ausbildung verdeutlichen. Gerade das Fehlen eines nationalen Berufsbildungssystems eröffnet den USA die Option, unterschiedliche Wege zu gehen und flexibel auf regional verschiedene Problemlagen zu reagieren. Wie die Beispiele zeigen, liegen die Chancen amerikanischer Berufsbildung in der Ausweitung und Vertiefung schulbasierter Programme, die sich auf die Tradition des "vocationalism" berufen, wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts an den High Schools und Community Colleges entstanden ist. (BIBB2)

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