Lehrer-Schüler-Interaktion im handlungsorientierten Unterricht : eine Explorationsstudie
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Abstract
Die Lehrer-Schüler-Interaktion ist ein zentrales methodisches Element des handlungsorientierten Unterrichts. Aktuelle empirische Untersuchungen zeigen, daß die dort stattfindende Lehrer-Schüler-Interaktion sich kaum an dezidierten fachdidaktischen bzw. methodischen Vorgaben orientiert. In einer Explorationsstudie an Münchner Berufsschulen wurden Lehrer über ihre Sichtweise zur Interaktion mit Gruppen in ihrem Unterricht befragt. Gefragt wurde, wann bzw. aus welchem Grund eine Lehrkraft ein Lehrer-Gruppen-Gespräch initiiert, ob diese auch instruktive Elemente beinhalten und welche Wirkungen den Gesprächen beigemessen werden. Als Ergebnis wird festgestellt, daß zwischen den Extremformen einer expliziten, kleinschrittigen, teilweise instruierenden Interaktionsplanung und einer offenen bzw. faktultativen nur auf wenige Fixierungen bestehenden Planung verschiedenste Varianten praktiziert werden. Dabei werden, neben einer unterstützenden Wissensvermittlung, eine ganze Reihe von motivationalen, emotionalen bzw. sozialen Intentionen festgestellt. Obwohl allen Befragten die Wichtigkeit dieser Interaktion klar ist, zeigen sie sich vor allem bzgl. deren unmittelbarer Lernhilfe skeptisch. Lehrer benötigen im handlungsorientierten Unterricht dringend praktisch umsetzbare Aussagen, um diesen innovativen Unterricht nicht nur effizienter und effektiver, sondern auch sicherer und selbstbewußter durchführen zu können. (BIBB2)