Lernen in Gruppen und Emotionale Befindlichkeit : Frühjahrstagung der Kommission Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (1998, Hamburg)
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Opladen
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Abstract
Die Kleingruppenforschung hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, inwieweit Gruppen in ihren Leistungsergebnissen Individuen überlegen sind. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine generelle Überlegenheit von Gruppen nicht gegeben ist. Aufgabentyp, Leistungskriterien, Gruppenstruktur ect. sind Randbedingungen, die bei einem Vergleich von Gruppen und Einzelpersonen zu berücksichtigen sind. Die Verfasser untersuchen anhand von Gruppenprozessen, wie sich die Interaktionsprozesse zwischen Gruppen mit unterschiedlich guten Problemlösungen unterscheiden. Die Beeinflussung individueller Lernprozesse durch soziale Interaktionsprozesse steht dabei im Fokus der Betrachtung. Der Beitrag beschreibt kurz das SoLe-Projekt (Prozessanalysen Selbstorganisierten Lernens im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Lehr-Lernprozesse in der kaufmännischen Erstausbildung"), in dem als ein Aspekt Gruppenprozesse untersucht werden, erläutert dann, welche Bedeutung Motiven und damit verbundenen emotional- motivationalen Prozessen im Zusammenspiel mit kognitiven Prozessen bei der Handlungsregulation des Menschen zukommt und legt abschliessend dar, welche Rolle die soziale Interaktion für eine solchermassen verstandene Handlungsregulation besitzt. (BIBB2)