Bildungsrenditen im Lebensverlauf

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Abstract

"Lebensverlauf. Das Längsschnittdesign ermöglicht die Untersuchung komplexer und dynamischer Interaktionsprozesse, in deren Rahmen Qualifikationen, Kompetenzen und Bildungszertifikate in ökonomische und nichtökonomische Renditen umgewandelt werden. In diesem Kapitel werden die zentralen theoretischen Konstrukte zur Analyse von Bildungsrenditen vorgestellt und ihre Implementierung im Nationalen Bildungspanel beschrieben. Wir diskutieren ökonomische Bildungsrenditen wie Einkommen und weitere Arbeitsmarkterträge mit einem Schwerpunkt auf Einkommenserwartungen als innovatives Konzept. Der Begriff der nichtökonomischen Bildungsrenditen subsumiert verbesserte Gesundheit, höheres subjektives Wohlbefinden, geringere Kriminalitätsneigung, erhöhte soziale und politische Partizipation und Auswirkungen auf den Prozess der Familienbildung. Bildungsrenditen in Form von Gesundheit und subjektiven Wohlbefinden sind über den ganzen Lebensverlauf - vom Kindergarten bis zum Erwachsenenalter - von Bedeutung, während Bildungsrenditen in Form von Kriminalitätsneigung und politischer Partizipation erst in der späten Jugendphase verstärkt auftreten. Um Kausalbeziehungen zu identifizieren, müssen gravierende Verzerrungen bei der Schätzung von Bildungsrenditen vermieden werden. Eine Quelle verzerrter Schätzer liegt in der fehlenden Berücksichtigung finanzieller Restriktionen des elterlichen Haushalts. Daher implementiert Säule 5 diverse Konstrukte zur Kontrolle der ökonomischen Haushaltssituation wie etwa Haushaltseinkommen und Vermögen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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