Kaufmännische Bildung - ökonomische Bildung: Impulse für ein modernes Verständnis kaufmännischer Bildung
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Abstract
"Damit sie den vielschichtigen Handlungsanforderungen des kaufmännischen Alltags gerecht werden können, sollte die betriebswirtschaftlich-kaufmännische Bildung Jugendliche dazu befähigen, ihre eigenen Wertorientierungen kontinuierlich zu reflektieren, kurz sich selbst zu bilden. Deutlich wird, dass die betriebswirtschaftlich-kaufmännische Bildung im Wesentlichen zwei Herausforderungen zu bewältigen hat. Sie muss die spezifische fachlogische Heuristik der Ökonomik kritisch hinterfragen, zugleich muss sie es Lernenden ermöglichen, die mono- und polykontexturalen Welten mit all ihren Widersprüchlichkeiten unter ihnen von Ort zu Ort jeweils unterschiedlichen Problemen zu durchdringen. Anknüpfungspunkte für die betriebswirtschaftlich-kaufmännische Bildung bietet die aktuelle kontroverse fachdidaktische Diskussion über die ökonomische Allgemeinbildung, die als Impuls für eine betriebswirtschaftlich-kaufmännische Bildung verstanden werden kann. Die beiden Grundpositionen der ökonomischen bzw. der sozioökonomischen Bildung, die deutlich voneinander abgegrenzt werden, werden um eine dritte fachdidaktische Figur ergänzt, die - gleichsam zwischen den beiden Denkwelten oszillierend - den Referenzrahmen für eine betriebswirtschaftlich-kaufmännische Bildung darstellen kann." (Autorenreferat, BIBB-Doku)