Berufsprinzip und Konsensprinzip: Noch zeitgemäß? - oder "Totgesagte leben länger."
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145518
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Abstract
Ausgehend von den Regelungen des Berufsbildungsgesetzes (BBiG von 1969) etablierte sich in den 1970er und 1980er Jahren in der Ordnungsarbeit das Berufsprinzip bzw. Berufskonzept, das durch eine Kombination von staatlicher Regelung und Marktsteuerung gekennzeichnet ist. Eng damit verbunden ist das Konsensprinzip, welches beinhaltet, dass die staatlich anerkannten Ausbildungsberufe und Fortbildungsregelungen unter Beteiligung der Sozialpartner und im Einverständnis untereinander entwickelt werden. Trotz vielfältiger Entwicklungen stand und steht das Berufsprinzip immer wieder auf dem Prüfstand. Vielfach wird ihm mangelnde Dynamik und Flexibilität unterstellt. Der Beitrag zeichnet die Weiterentwicklung des Berufsprinzips rückblickend nach, beleuchtet die Akzeptanz der dualen Ausbildung aus quantitativer Sicht, geht auf die Zunahme des Übergangssystems ein und benennt zukünftige Herausforderungen, die insbesondere Strukturfragen in der Berufsbildung betreffen. (BIBB-Doku)