Mentalität und Intergenerationalität als Rahmenbedingungen "Lebenslangen Lernens" : konzeptionelle Konsequenzen aus Ergebnissen einer biografieanalytischen Mehrgenerationenstudie in Ostdeutschland

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"Der Beitrag basiert auf einer umfangreichen qualitativen Mehrgenerationenstudie in Ostdeutschland. Ziel ist die Rekonstruktion der individuellen Verarbeitung dramatischer historisch-politischer Brüche in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und die Identifikation variierender innerfamiliärer Tradierungsmuster. Das Ergebnis erscheint provokant: Quer zu den untersuchten sozialen Milieus bleiben im weitaus grösseren Teil des Samples soziale Orientierungen und Einstellungen zwischen der Grosseltern- und der Enkelgeneration praktisch unverändert. Der Autor spricht von einer 'intergenerationalen Modernisierungsresistenz', die für die ostdeutsche Gesellschaft charakteristisch sei. Er nutzt diesen Befund für eine interessante Erweiterung des theoretischen Konzepts 'Lebenslangen Lernens': Bildungsprozesse in der Lebensspanne können offenbar nur dann angemessen verstanden werden, wenn man auch mentalitäre Tiefenstrukturen und intergenerationale Tradierungspraxen systematisch berücksichtigt. Das lebenslange Lernen folgt u.U. Mustern, die in familialen Tradierungsprozessen angelegt sind und durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen begünstigt werden."(Autorenreferat)

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