Arbeit - Leben - Rente : biographische Erfahrungen von Frauen bei der Deutschen Bundespost
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108350
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Kleine Verl.
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Bielefeld
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Abstract
"Aufgrund geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung sind weibliche (Erwerbs-)Biographien - und somit auch der Übergang in den weiblichen 'Ruhestand' nicht mit männlichen vergleichbar. Exemplarisch für eine Beschäftigtengruppe - die Briefverteilerinnen bei der Deutschen Bundespost - werden hier die Wege durch Erwerbs- und Familienleben bis zur Rente aus der Rückschau der Frauen nachvollzogen und auf Zusammenhänge hin untersucht. Die 26 befragten Frauen haben im Durchschnitt ca. 20 Jahre bei der Post gearbeitet, überwiegend in Spät- oder Nachtschicht. Sie hatten trotz der Kinder so die Möglichkeit, Familien- und Berufsarbeit miteinander zu verbinden. Die biographischen Interviews vermitteln Einsichten in Belastungs- und Bewältigungsstrukturen unter den Bedingungen der Mehrfachbelastung. Diese haben bei der Hälfte der Frauen zur vorzeitigen Verrentung aus gesundheitlichen Gründen geführt. Frührente kann hier in den meisten Fällen als Folge von Überlastung/Kumulation von Belastungen angesehen werden, die aus dem Zusammenwirken der verschiedenen weiblichen Arbeitsverhältnisse resultieren und sich bei fehlenden/ unzureichenden Kompensationsmöglichkeiten gegenseitig verstärkt haben. Das Leben im (vorzeitigen) Ruhestand gestaltet sich entsprechend der vorher entwickelten Lebensbedingungen: Einerseits gibt es Frauen, die gesundheitlich und sozial weitestgehend eingeschränkt sind, andererseits geniessen manche - wie der Typus der 'Jungen Alten' - aktiv und lebensfroh den verdienten Ruhestand." (Autorenreferat)