Verzahnung von Aus- und Weiterbildung durch Qualifizierungsmodule
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Abstract
"Veränderte Anforderungen in den Tätigkeitsfeldern erfordern in vielen Berufen eine stärkere Verzahnung von Aus- und Weiterbildung. Im Tischlerhandwerk beispielsweise ist, wie in vielen anderen Berufen auch, eine breite Grundbildung vorgesehen, die eine allzu frühe Spezialisierung vermeidet. Hier ist deshalb ein systematisches Angebot an Qualifizierungsmodulen unmittelbar nach der Ausbildung notwendig. Als Mittelstück zwischen Aus- und Weiterbildung können dabei Zusatzqualifikationen angesehen werden. Es handelt sich um eigenständig verwertbare und zertifizierte Qualifikationen, die - auf staatlich geregelte Aus- und Fortbildungsqualifikationen bezogen - zusätzlich erworben werden können, um gezielte Chancen für den Berufseinstieg zu ermöglichen. Zusatzqualifikationen könnten auch für junge Menschen mit Lernbehinderung Wettbewerbsvorteile eröffenen, die Ausbildungsgänge nach den Paragraphen 48b, Berufsbildungsgesetz und 42d, Handwerksordnung durchlaufen. In einigen Berufsbildungswerken sind zudem Baukastenkonzeptionen im Bereich Elektro und im kaufmännischen Bereich entwickelt worden, die durch Flexibilisierung der Ausbildungsstrukturen einerseits eine Verbindung von Aus- und Weiterbildung erleichtern und andererseits über eine Ausbildungszeitverlängerung Lernschleifen für schwächere Auszubildende ermöglichen, wodurch mehr Zeit für individuelle Förderung bleibt. In diesem Zusammenhang sind auch Form und Inhalt von Prüfungsfragen zu thematisieren." (Autorenreferat)