Auf dem Weg zur Arbeitsmarktbürgerin? : neue Konzepte der Arbeitsmarktpolitik am Beispiel alleinerziehender Frauen
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130442
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Ed. Sigma
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Berlin
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Abstract
Die Forschungsarbeit geht der Frage nach, ob im Gefolge der jüngsten Arbeitsmarktreformen eine Gesellschaft von Arbeitsmarktbürgern und -bürgerinnen entsteht, in der alle Erwerbsfähigen unabhängig von ihrem familiären Kontext am Erwerbsleben teilhaben können, aber auch müssen. Diese Frage wird exemplarisch anhand von allein erziehenden Frauen beantwortet. Dazu wird untersucht, inwieweit allein erziehende Frauen am Arbeitsmarkt teilhaben, welche arbeitsmarktpolitischen Anreizstrukturen bestehen, als allein erziehende Frau erwerbstätig zu sein bzw. zu werden und inwieweit die neuesten Entwicklungen in der Arbeitsmarktpolitik dazu geeignet sind, die Beschäftigungsfähigkeit von allein erziehenden Frauen zu erhöhen. Daraus werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie diese Personengruppe in Zukunft besser in den Arbeitsmarkt integriert werden kann. Mit repräsentativen Datensätzen wird zunächst die sozioökonomische Situation von allein erziehenden Frauen in Deutschland dargestellt und dann eine empiriegestützte Erwerbstypologie entwickelt, die verdeutlicht, welche Faktoren eine Erwerbsbeteiligung begünstigen und welche ihr entgegenstehen. Überdies analysieren die Autorinnen arbeitsmarktpolitische Modellprojekte (u.a. das Modellprojekt JAMBA - junge alleinerziehende Mütter in der Berufsausbildung) sowie die jüngsten Reformen auf dem Arbeitsmarkt (Job-AQTIV-Gesetz, Hartz-Gesetze) im Hinblick auf ihre Auswirkungen für Single-Mütter. Dabei wird deutlich, dass der im Begriff Arbeitsmarktbürger/in implizierte Anspruch auf eine Universalisierung der Erwerbsteilhabe sich für allein erziehende Frauen nur einlösen lässt, wenn die geschlechterpolitische Schieflage auf dem Arbeitsmarkt aufgehoben wird. Die jüngsten arbeitsmarkt-, sozial- und familienpolitischen Entwicklungen werden diesem Anspruch nur bedingt gerecht. (BIBB-Doku)