Unterrichtsqualität zwischen kausalem Bewirken und Freiheit der Lehrenden
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Abstract
"Vor dem Hintergrund der begrenzten Verfügungsmöglichkeit über den Unterrichtserfolg und der bildungspolitischen Forderung nach individueller Förderung wird zunächst dargestellt, dass moderne Gesellschaften Bedingungen des Lebens, Arbeitens und Lernens der Menschen verändern und andere Kompetenzprofile fordern als eine Industriegesellschaft. Fähigkeiten zur Selbstreflexivität und Selbststeuerung rücken in den Vordergrund. Entsprechend werden Begründungen und Realisationsformen des selbstgesteuerten Lernens im schulpädagogischen Kontext eingeordnet und in Verbindung gebracht mit Aspekten der Unterrichtsentwicklung und Unterrichtsqualität. Fragen der Relevanz von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen und pädagogischer Schulentwicklung werden dabei ebenso thematisiert wie die Sondierung der Möglichkeiten, ob und unter welchen Bedingungen Schülerinnen und Schüler die angebotene Freiheit aufgreifen und anspruchsvolle Lernprozesse initiiert und intensiviert werden können. Mit der Orientierung an ökonomischer Verwertbarkeit wird gleichzeitig der Verlust von Bildungsdimensionen beobachtet. Insofern wird auf der Basis von Forschungsbefunden für die Einordnung schulischen Lehrens und Lernens in eine bildungstheoretische und empirisch fundierte Didaktik plädiert, die zugleich die Einsicht in die Autopoise der Schülerinnen und Schüler ernst nimmt." (Autorenreferat, BIBB-Doku)