Lernwerkstätten - über Illusionen zu praktischem Lernen
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Abstract
In seinem Vortrag auf der Jahrestagung der GBW am 24.03.2012 in Frankfurt am Main, die sich den "Irrwegen der Unterrichtsreform" widmete, macht der Autor auf die berufsbildenden Schulen aufmerksam, wo sich der gleiche Ungeist von Scheinmodernisierung, Steuerungszwang und nicht zuletzt neoliberaler Ideologie breitmache. Ein Schülerklientel, das aus den allgemeinbildenden Schulen herausselegiert wurde, weil es bei einem Durchschnittsalter von fünfzehn Jahren die Grundrechenarten noch nicht beherrscht, bekomme jetzt kompetenzbasierte Lehrpläne verpaßt, die in einem reformierten Unterricht umzusetzen seien. Bremer kritisiert an der "Werkschule" genannten Unterrichtsreform, einer Bremischen Besonderheit, dass die Kompetenzorientierung und damit verbundene Standardüberprüfungen des Unterrichts dessen Fachlichkeit im Gymnasium wie in der Werkschule bedrohen und damit der willige Verzicht auf die von der Grundschule an eingeschlossenen Bildungsziele. Die Abkehr von der Verpflichtung auf Fachlichkeit des Unterrichts zugunsten entfachlichter Kompetenzen setze sich im Verzicht auf Fächerpropädeutik dort fort, wo die Voraussetzungen für die Teilnahme am Fachunterricht erst noch zu legen wären, weil der zurückliegende Schulbesuch dieses Ziel verfehlt hat. (BIBB-Doku)