Welches Berufsbildungssystem braucht die Dienstleistungsgesellschaft?
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Bonn
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Abstract
Der Beitrag skizziert Konturen eines neuen Berufsbildungssystems, das den Anforderungen des Wandels zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft gerecht wird. Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vorgeschlagene eigenständige und gleichwertige Berufsbildungssystem bildet den Rahmen für ein Gesamtsystem, das Erstausbildung, Studium und Weiterbildung umfasst. Das Gesamtsystem, das die Teilbereiche der beruflichen Bildung systematisch verknüpft und vernetzt, ist an den bildungspolitischen Forderungen nach Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung, nach Durchlässigkeit, lebensbegleitendem Lernen und Kompatibilität nationaler Bildungssysteme orientiert. Zugleich geht es um eine bessere Verbindung von Qualifizierung, betrieblicher Praxis und Personalentwicklung. Kern der Reform ist die Neustrukturierung des Verhältnisses von Erstausbildung und Weiterbildung. Die wichtigsten Elemente dafür sind das Berufskonzept, Zusatzqualifikationen und partiell modularisierte Ausbildungsordnungen. Beruflich Qualifizierten soll durchgängig eine Option auf betriebliche Weiterentwicklung und den Erwerb formaler Bildungsabschlüsse eröffnet werden. Für die Gestaltung von Lernprozessen werden integrative Lösungen verfolgt: Integrative Formen von Arbeiten und Lernen, wie Erfahrungslernen und selbstorganisiertes Lernen, erhalten zunehmendes Gewicht. (BIBB2)