Duale Berufsausbildung - ein Exportschlager ohne Absatz?
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Abstract
"Der Beitrag problematisiert den in der deutschen Berufsbildungspolitik vertretenen Anspruch eines Exports des dualen Berufsausbildungssystems. Auf der Grundlage transfer-theoretischer Überlegungen wird begründet, dass die mit dem Exportbegriff konnotierte Übertragung eines Objekts von A nach B im Zusammenhang mit Bildungssystemen nicht haltbar ist. Vielmehr sind Transferprozesse als komplexe Vorgänge zu denken, die nicht nur durch ein Transferangebot, sondern maßgeblich durch die Bedingungen der Nachfrageseite gesteuert werden. Auf der Grundlage dieses Verständnisses werden zentrale Komponenten für die Gestaltung eines Berufsbildungstransfers skizziert. Neben der Klärung der Transferziele, der jeweils im Land bestehenden strukturellen und kulturellen Rahmenbedingungen sowie des Dualitätsverständnisses beinhaltet die Entwicklung einer systematischen Gestaltungsinitiative insbesondere die Überlegung, wie die Wirtschaft für ein verstärktes Engagement für die Berufsbildung gewonnen werden kann." (Autorenreferat; BIBB-Doku)