Integratives Unterrichtskonzept zur Erhöhung der Empathie von Schülerinnen und Schülern
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Abstract
Defizite im sozialen Lernen und fehlendes Einfühlungsvermögen behindern nicht nur auf Dauer das Sachlernen, sondern wirken über die Schule hinaus als eine Ursache von Jugendgewalt. Der Beitrag präsentiert ein Unterrichtskonzept zur Erhöhung der Empathie von Schülerinnen und Schülern im Fachunterricht. Die Fähigkeit zur Empathie kann am besten im Zusammenhang mit fachspezifischen Lerninhalten gefördert werden, die den Erfahrungsbereich der Schüler berühren und gleichzeitig ambivalent betrachtet werden können. Der Unterrichtserfolg ist besonders groß, wenn die zu Grunde gelegte Thematik stark polarisiert und nur zwei diametral entgegengesetzte Positionen zulässt. In Rollenspielen lernen die Schüler, Konfliktsituationen zu erkennen, angemessen zu reagieren und sowohl die eigenen als auch fremden Wertmaßstäbe kritisch zu überprüfen. Es soll ein Nachdenken über die eigenen Denkwege angeregt werden (Metakognition). Das Unterrichtskonzept besteht aus der Erarbeitungsphase in Gruppenarbeit, der Podiumsdiskussion und der Reflexionsphase, die im Beitrag beschrieben werden. (BIBB-Doku)