Ein erfolgreiches Modell für die berufsbildenden Schulen? : Mediationsprogramm
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Abstract
Mediation hat in den letzten Jahren immer mehr Einzug in deutsche Schulen gefunden, um Gewalt entgegenzuwirken. Fraglich ist jedoch, inwieweit Mediationsprogramme von Jugendlichen akzeptiert werden. An berufsbildenden Schulen am Museumsdorf Cloppenburg wurde exemplarisch anhand einer Streitschlichterausbildung überprüft, ob und inwieweit die Schüler das Mediationsprogramm annehmen. Ziel der Ausbildung zum Schülermediator war zum einen, die Sensibilität für einen angemessenen Umgang mit Konflikten zu erhöhen, zum anderen, das Mediationsmodell nach Besemer kennenzulernen. Sie sollen in konkrete Konflikte als neutrale dritte Person derart eingreifen können, dass die Konfliktparteien eine selbstbestimmte Lösung für ihr gemeinsames Problem finden. Hierzu wurden verschiedene Übungen durchgeführt und das Phasenmodell eines Streitschlichtungsgespräches (Einleitung, Klärung, Lösungen, Vereinbarungen unterschreiben) besprochen. Eingeübt wurden Kommunikationstechniken wie das Paraphrasieren und das Reflektieren als Elemente der Methode des aktiven Zuhörens. Eine abschließende Evaluation ergab eine große Zufriedenheit der Schüler mit dieser Schulung. Die Schüler können nun sowohl in der Schule als auch im Privatleben Multiplikatorenfunktionen übernehmen. (BIBB-Doku)