Rehabilitationsmassnahmen 1993
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Abstract
"In diesem Beitrag werden die Ergebnisse der Rehabilitationsstatistik des Berichtsjahres 1993 vorgestellt. Sie gibt einen Gesamtüberblick über die an Behinderte und von Behinderung bedrohten Personen gewährten Hilfen zur Eingliederung bzw. Wiedereingliederung in die Gesellschaft, insbesondere ins Arbeitsleben. Im Jahr 1993 führten die in Deutschland ansässigen Sozialleistungsträger insgesamt 1,84 Mill. Rehabilitationsmassnahmen durch. Hiervon entfiel ein vergleichsweise geringer Teil auf die neuen Länder und Berlin-Ost. Bezogen auf die jeweilige Bevölkerung kamen dort durchschnittlich nur 12 abgeschlossene Rehabilitationsmassnahmen auf je 1.000 Einwohner gegenüber 25 im Westen. Im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahres hat sich jedoch das Ost-West-Gefälle verringert. So waren es 1992 noch 9 gegenüber 25 Rehabilitationsmassnahmen je 1.000 Einwohner gewesen. Insgesamt ergab sich nur eine geringfügige Steigerung (+3,1%) der Gesamtzahl der abgeschlossenen Rehabilitationsmassnahmen. Der Schwerpunkt der Rehabilitationsmassnahmen lag mit 72,5% wie in der Vergangenheit eindeutig im medizinischen Bereich. Zweitgrösste Position stellten die berufsfördernden Massnahmen mit 23,0% dar; 4,5% der Massnahmen dienten der sozialen Eingliederung. Häufigster Grund für die Durchführung von Rehabilitationsmassnahmen waren die Erkrankungen des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes, gefolgt von den geistigen und seelischen Störungen sowie den Krankheiten des Kreislaufsystems. Von den insgesamt 1,72 Mill. Rehabilitanden waren mit 56,3% mehr als die Hälfte Männer. Der überwiegende Teil der Leistungen zur Rehabilitation (79,5%) wurde Personen im erwerbsfähgien Alter zwischen 18 und 65 Jahren gewährt." (Autorenreferat, IAB-Doku)