Berufliche Weiterqualifizierung arbeitsloser Akademiker - Erfahrungen und Probleme

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Nürnberg

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"Die Analyse der Strukturdaten arbeitsloser Akademiker zeigt, dass kaum ein Fachgebiet angesichts der restriktiven Personalpolitik des öffentlichen Dienstes oder des begrenzten und spezifischen Bedarfs der Wirtschaft nicht von temporärer oder struktureller Arbeitslosigkeit betroffen war. Vor allem in den neuen Bundesländern wird mittelfristig aufgrund der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchsituation mit einem starken Anstieg der Akademikerarbeitslosigkeit gerechnet. Berufliche Weiterqualifizierung ist eine wichtige Strategie zur Verbesserung der beruflichen Zukunft für Akademiker in Phasen eines angespannten Akademikerarbeitsmarktes, in der Umbruchsituation in den neuen Bundesländern oder angesichts der Perspektive auf den gemeinsamen europäischen Markt. Bundesdeutsche Erfahrungen mit der Fortbildung und Umschulung von Akademikern zeigen bei den bildungsabschlussbezogenen Statusgruppen, dass Hochschulabsolventen mit 24 % die höchste Beteiligungsquote an den Massnahmen nach dem Arbeitsförderungsgesetz hatten. Generell lässt sich feststellten, dass die Qualifizierungsmassnahmen auf eine Umorientierung der Akademiker auf eine Tätigkeit in der Wirtschaft zielen und der Vermittlungserfolg davon abhängig ist, wie passend für den dortigen Bedarf qualifiziert wurde. Einer adäquaten Beteiligung der Hochschulen an der Zukunftsaufgabe des Ausbaus der beruflichen wissenschaftlichen Weiterbildung in einem vereinten Deutschland stehen aber Probleme im Wege, wie die gegebenen Bedingungen eines gewachsenen Weiterbildungssystems unter weitgehender Abstinenz der Hochschulen in den alten Bundesländern oder die bundesdeutsche Rechtssituation. Der Beitrag schliesst mit fünf Thesen zu strukturellen, curricularen und rechtlichen Problemen beruflicher wissenschaftlicher Weiterbildung arbeitsloser Akademiker an Hochschulen." (Autorenreferat)

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