Geförderte Berufsausbildung in den Neuen Ländern: Sprungbrett oder Sackgasse?
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141163
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Abstract
In Ostdeutschland haben sich in den vergangenen Jahren alternative Formen der Ausbildungsorganisation etabliert. Die gegründeten Ausbildungsnetzwerke zielen vor allem auf die Entlastung kleiner Betriebe. Ein wichtiges Element dieser Kooperationen stellt darüber hinaus die Organisation der staatlich geförderten Berufsausbildungsgänge dar, die sich an marktbenachteiligte Jugendliche richten und staatlich anerkannte Berufsabschlüsse ermöglichen. Der praktische Teil der Berufsausbildung wird hier nicht in einem Betrieb, sondern in überbetrieblichen Ausbildungsstätten bzw. Praktikumsbetrieben absolviert. Im Beitrag wird untersucht, ob Absolventen einer geförderten Berufsausbildung in Ostdeutschland die gleichen Beschäftigungschancen haben wie vergleichbare Absolventen ungeförderter Ausbildungen im dualen System bzw. in der schulischen Ausbildung. Grundlage der Analyse des Berufseinstiegs ist der Datensatz des Zentrums für Sozialforschung Halle e.V. (zsH). Die Befunde zeigen, dass die geförderten Jugendlichen nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss schlechtere Beschäftigungsaussichten haben als Absolventen des dualen Systems. Gründe dafür sind, dass diese häufig von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden; ein weiterer Faktor sind die Unsicherheit bzw. eventuelle Vorurteile der Arbeitgeber gegenüber geförderten Berufsausbildungen. (BIBB-Doku)