Bewertung, Zertifizierung und Anerkennung von beruflichen Fertigkeiten und Kompetenzen
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Abstract
"Auf der Anbieterseite befindet sich die Erwerbsbevölkerung, die in unterschiedlichem Masse an neue Anforderungen des Arbeitsmarktes angepasst ist und die nachfolgenden Jahrgänge junger Berufsanfänger, die mehr oder weniger gut auf die flexiblen Qualifikationsanforderungen vorbereitet sind. Auf der Nachfrageseite stehen die Unternehmen, deren kurzfristiges Interesse, das bestehende Qualifikationsniveau zu halten, wahrscheinlich mit dem Bestreben, auf lange Sicht einen höheren Qualitätsstandard zu erreichen, kollidiert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ohne staatliches Eingreifen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer in der Lage sind, die Massnahmen zu ergreifen, die erforderlich sind, um die Entsprechung 'hochwertige Kompetenzen/hohe Arbeitsqualität' herzustellen. Das Zusammenwirken von öffentlichen Institutionen und von Einzelpersonen bzw. Betrieben entscheidet über den Erfolg oder das Scheitern der Bemühungen zur Förderung des Wirtschaftswachstums mittels der Entwicklung der Qualifikationen." (Autorenreferat, IAB-Doku) Der Beitrag befasst sich mit der Frage, in welchem Umfang öffentliche Institutionen ihre Monopolstellung im Bereich der Bewertung und Zertifizierung beruflicher Kompetenzen aufrechterhalten sollten. Erfahrungen haben gezeigt, dass ohne staatliches Eingreifen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer in der Lage sind, die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, um die Entsprechung hochwertige Kompetenzen/hohe Arbeitsqualität herzustellen. Durch eine einzelne, meist öffentlich kontrollierte Instanz lässt sich ein unkompliziertes, stabiles und zuverlässiges Zertifizierungssystem schaffen. Ein Hauptproblem besteht jedoch darin, ein realistisches Gleichgewicht zwischen verwertbaren berufspraktischen Kompetenzen einerseits und Zuverlässigkeit und Qualitätssicherung der Evaluierung und Zertifizierung andererseits zu finden. (BIBB2)