Die Bologna-Reform : eine Zwischenbilanz zur Neuordnung der Studiengänge in Deutschland
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Institut der deutschen Wirtschaft
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Köln
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Abstract
Durch die Bologna-Reform im Jahr 1999 sollte ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum geschaffen werden. Die vorliegende IW-Position nimmt nun die Fortschritte dieses Prozesses in den Blick und veröffentlicht zentrale Rahmendaten zu Studium und Beschäftigung. Es wird eine Zwischenbilanz zu sieben ausgewählten Zielen der Bolognareform gezogen, wobei der zentralen Frage der Berufsbefähigung der Absolventen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Ein erstes Fazit zeigt, dass die Ziele Berufsbefähigung, internationale Mobilität und Studienzeitverkürzung weitgehend erreicht werden. Defizite gibt es hingegen beim Praxisbezug. Bei der berufsintegrierten Weiterbildung sind nur erste Ansätze sichtbar. Ob die Bologna-Reform zur Öffnung der Hochschulen beigetragen hat, lässt sich aus Sicht der Autorin noch nicht sagen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen bei weiterbildenden Studienangeboten und bei der Anrechnung von beruflichen Ausbildungsleistungen müssen noch erweitert werden. Zudem sollte sich die Finanzierung der Hochschullehre stärker an der Nachfrage orientieren. Zusätzliche Mittel sollten durch Studiengebühren gewonnen werden. Abschließend werden Handlungsempfehlungen an Politik, Hochschulen und Unternehmen formuliert. (BIBB-Doku)