Förderung der flexiblen Anwendung von Wissen in der betrieblichen Ausbildung von Bankkaufleuten
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Stuttgart
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Abstract
Untersuchungen zum Transfer haben deutlich gemacht, dass komplexe Lehr-Lernarrangements ohne instruktionale Massnahmen eine Überforderung für Lernende darstellen und eher Transferprobleme erzeugen als diese überwinden. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen der betrieblichen Ausbildung von Bankkaufleuten versucht, die Transfereffekte situierter Lernumgebungen mit fragend-entwickelndem Unterricht zur Vermögensberatung vergleichend zu evaluieren. Im Mittelpunkt standen zwei entscheidende Fragen: Inwiefern kann durch eine situierte Lernumgebung mit einer adäquaten Balance zwischen Konstruktion von Wissen und Instruktion der Wissens- und Problemlösetransfer gefördert werden? Und inwiefern geht eine Focussierung auf die Förderung des Wissens- und Problemlösetransfers durch situiertes Lernen zu Lasten des Erwerbs von fachspezifischen Begriffen und Konzepten? Die Ergebnisse bezogen auf Transferwirkungen zeigen: Sowohl der nahe als auch der weiter Transfer war bei der Experimentalgruppe grösser; die geringen Transfereffekte der Kontrollgruppe verdeutlichen, dass ein Wissens- oder Problemlösetransfer nicht spontan eintritt, sondern gezielt initiiert und angebahnt werden muss. Die Erkenntnisse der Studie belegen, wie wichtig die Abkehr vom traditionellen, additives Wissen summierenden und im wesentlichen darbietenden Frontalunterricht ist. (BIBB2)