Überstunden und Weiterbildung in Deutschland : eine Chance für investive Arbeitszeitpolitik?

bibb.id82756
dc.contributor.authorPannenberg, Markus [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T10:33:36Z
dc.date.available2018-12-17T10:33:36Z
dc.date.issued2001
dc.description.abstract"Eine flexible Arbeitzeitpolitik, die Arbeitszeitkorridore, Jahresarbeitszeiten oder Lebensarbeitszeitkonten umfasst, gilt allen Partnern im Bündnis für Arbeit als ein wichtiges Instrument der kurzfristigen Beschäftigungssicherung wie auch des langfristigen Beschäftigungsaufbaus. Neuerdings wird diese Politik flexibler Arbeitszeiten auch mit der Idee verknüpft, Guthaben auf Arbeitszeitkonten investiv für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen. Dies soll zum einen beschäftigten Arbeitnehmern ermöglichen, sich an wandelnde Qualifikationsanforderungen anzupassen. Zum anderen kann dies im Rahmen staatlich geförderter Job-Rotation - bei längeren Weiterbildungsmassnahmen - zu einer befristeten Einstellung von Arbeitslosen als "Stellvertretern" führen. Der Anteil "abgefeierter" Überstunden an allen geleisteten Überstunden und somit das Potential für eine investive Arbeitszeitpolitik in Deutschland nehmen ständig zu. Im Jahre 2000 wurden in Deutschland weit über 40 Prozent aller Überstunden über einen Freizeitausgleich abgegolten. Das zusätzliche Beschäftigungspotential einer investiven Arbeitszeitpolitik, kombiniert mit Job-Rotations-Modellen, ist dennoch derzeit begrenzt. Denn es waren vor allem höher qualifizierte Arbeitnehmer, die Überstunden leisteten und auch an Weiterbildungsmassnahmen teilnahmen. Zudem waren die meisten Massnahmen von so kurzer Dauer, dass wenig Spielraum für die Einstellung von Arbeitslosen bestand. 75 Prozent der absolvierten Massnahmen in Deutschland im Zeitraum 1997 bis 2000 waren kürzer als 7,5 Tage. Eine erfolgversprechende Politik muss niedrig qualifizierten Arbeitnehmern verstärkt Zugang zu (längerfristigen) Weiterbildungsmassnahmen ermöglichen. Die Ansätze im Bündnis für Arbeit (www.buendnis-fuer-arbeit.de), das anvisierte Job-AQTIV-Gesetz (AQTIV = Aktivieren, Qualifizieren, Trainieren, Investieren, Vermitteln) und der kürzlich vereinbarte Tarifvertrag "Qualifizierung" in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg zielen in eben diese Richtung." (Autorenreferat, IAB- Doku)
dc.format.extentS. 482-487
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/694856
dc.language.isode
dc.relation.ispartofDIW-Wochenbericht
dc.relation.ispartofvolume68 (2001), H. 31
dc.subject.classificationG 1.2.2 Beschäftigungs- und Arbeitsverhältnisse
dc.subject.classificationG 2.3.1 Arbeitsteilung & -organisation
dc.subject.classificationG 1.2.2.3 Beschäftigungsformen
dc.subject.classificationG 2.3.2 Arbeits- & Beschäftigungsverhältnisse
dc.subject.otherArbeitszeitpolitik
dc.subject.otherÜberstunden
dc.subject.otherBerufliche Weiterbildung
dc.subject.otherJobrotation
dc.subject.otherArbeitszeitkonto
dc.subject.otherQuantitative Angaben
dc.titleÜberstunden und Weiterbildung in Deutschland : eine Chance für investive Arbeitszeitpolitik?
dc.typeText
dc.typeZeitschriftenaufsatz

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