Erreichte und verpasste Anschlüsse - zur Durchlässigkeit der Schweizer Sekundarstufe II
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182296
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Bertelsmann
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Bielefeld
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Abstract
"Die vorliegende Studie widmet sich dem zeitgenössischen bildungspolitischen Diskurs um Durchlässigkeit in gegliederten Bildungssystemen. Ausgehend von der Feststellung, dass Durchlässigkeit zwar bildungspolitisch behauptet, aber kaum empirisch analysiert wird, folgt der Band einem mehrfachen Erkenntnisinteresse. Aus der historischen Genese des Diskurses um eine gesteigerte Durchlässigkeit werden die vielfältigen bildungspolitischen Hoffnungen im Zusammenhang mit Durchlässigkeit deutlich: Sie soll u.a. der sozial selektiven Auslese bei Bildungsübergängen entgegenwirken, Lebenslanges Lernen ermöglichen oder zur Minimierung des Fachkräftemangels beitragen. Im empirischen Teil der Studie werden die unterschiedlichen Formen von horizontaler und vertikaler Durchlässigkeit in der allgemein- und berufsbildenden Sekundarstufe II der Schweiz analysiert und danach gefragt, in welchem Umfang und für welche Jugendlichen das System durchlässig ist. Damit rücken u.a. Disparitäten im Bildungserfolg nach Geschlecht, sozialer Herkunft, besuchtem Schultyp oder der Sprachregion ins Zentrum des Interesses. Dabei wird u.a. deutlich, dass eine erhöhte Durchlässigkeit von Bildungsgängen nicht per se zu einem Ausgleich von Bildungschancen führt. Vor dem Hintergrund dieser empirischen Erkenntnisse werden bildungspolitische Hoffnungen nach Effekten einer gesteigerten Durchlässigkeit kommentiert." (Verlag, BIBB-Doku)