Berufsgruppen entstehen und wachsen nicht am Reißbrett
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Abstract
Die Frage nach der Vielzahl der Ausbildungsberufe wird derzeit erneut diskutiert. Haben wir nicht zu viele Ausbildungsberufe und wäre es nicht besser, möglichst viele Berufe in sogenannten Berufsgruppen zusammenzufassen? Im Sommer 2007 empfahl der Innovationskreis Berufliche Bildung (IKBB) die Ordnungen im Hinblick auf Zahl und Art der rund 350 Ausbildungsberufe zu modernisieren. Ein Blick auf die konkrete Berufspraxis und das aktuelle Neuordnungsgeschehen zeigt, dass im Sinne der Forderungen des IKBB die Entwicklungen vorangehen. Es gibt Erfolgsmodelle wie die Berufsgruppe der Metall- und Elektroberufe, der Mediengestaltung etc. Neue Ausbildungsstrukturen für weitere Branchen/Tätigkeitsbereiche müssen sorgfältig geprüft werden. Die Zusammenführung von Berufen in Berufsgruppen ist aussichtsreicher im Zuge von anstehenden Neuordnungen; Berufsgruppen können dabei Vorteile bringen, sind jedoch kein Selbstzweck und müssen in der jeweiligen Branche gewollt und akzeptiert sein - so das Fazit der Autoren. (BIBB-Doku)